Schüler, die den Ausbildungsgang Erzieher belegen, können parallel zu ihrer dreijährigen Ausbildungszeit die Fachhochschulreife erwerben. Dies befähigt zur Aufnahme eines Studiums (zusätzlicher Mathematik- und Englischunterricht, gezielte Prüfungsvorbereitung zur Fachhochschulreife, zusätzliches Schulgeld: 20 Euro/Monat).
Kostenfreie Zusatzqualifikation:
Lehrgang "Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder"

Berufsbild

Erzieher sind in der vorschulischen Erziehung, in der Heimerziehung sowie in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig.

In der Kindertagesstätte betreuen sie die Kinder in Gruppen, fördern das soziale Verhalten und helfen dem einzelnen Kind bei seiner Entwicklung. Sie regen die Kinder zu körperlich, geistig und musisch ausgerichteten Betätigungen an. Dabei malen, basteln und singen sie mit den Kindern, erzählen ihnen Geschichten und machen Ausflüge.

In der Heimerziehung sind sie wichtige Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen und nehmen soweit wie möglich die Elternstelle ein. Sie sorgen für Körperpflege, Essen und Bekleidung, motivieren zu Freizeitbeschäftigungen und organisieren Ferienaufenthalte. Darüber hinaus halten sie Kontakt zu Schulen und Ausbildungsbetrieben und begleiten die Kinder und Jugendlichen bei Arztbesuchen und zu Behörden.

Im Hort betreuen Erzieher die Kinder nach Schulschluss oder auch vor Beginn des Unterrichtes. In anderen Einrichtungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit geben sie Hilfe zur Planung und Organisation der Freizeit und helfen bei persönlichen Problemen.

Zu den sozialpädagogischen Aufgaben der Erzieher kommen meist noch organisatorische und verwaltungstechnische Arbeiten hinzu.

Einsatzmöglichkeiten

  • Kindergarten
  • Hort
  • Kinder- und Jugendheim
  • Kinderferieneinrichtungen

Ausbildungsinhalte

Während der 3-jährigen Ausbildung erwerben die Schüler Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den vielfältigen Anforderungen des sozialpädagogischen Handlungsfeldes gerecht werden. Dabei geht es um die Entwicklung von aufgaben- und persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen. Deshalb findet der Unterricht in Lernfeldern statt. Die Lernfelder bilden thematische Einheiten, die sich auf die komplexen beruflichen Aufgaben beziehen.

Die praktische Ausbildung erfolgt für eine Zeit von mehreren Wochen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Kita, Hort, Jugendarbeit) und schließt sich jeweils an einen großen theoretischen Ausbildungsblock an.

Voraussetzungen

Realschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss
  und
erfolgreicher Abschluss einer für den Berufsgang förderlichen, mindestens 2-jährigen und anerkannten Berufsausbildung
  oder
erfolgreicher Abschluss einer mindestens 2-jährigen und anerkannten Berufsausbildung sowie 2-jährige bzw. 1-jährige förderliche Berufstätigkeit
  oder
erziehende oder pflegende berufliche Tätigkeit von mindestens 7 Jahren in Vollzeitbeschäftigung
Persönliche Voraussetzungen
Bereitschaft zur Arbeit mit Menschen
Sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
psychische Belastbarkeit und Stabilität
Kontaktbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit
Einfühlungsvermögen und Selbstkontrolle